In der Ruhe liegt die Kraft

Meditation

Achtsamkeit und innere Ruhe gewinnen

Das Wort "Meditation" kommt aus dem Lateinischen und man könnte es sinngemäß deuten mit "Die Mitte finden". Meditation ist nichts Schwieriges oder Mysteriöses, sondern etwas Einfaches, das zum regelmäßigen "Dienst an der Seele" werden kann.

  Meditation ist

  • eine kurze, besinnliche Ruhepause, die der Seele neue Kräfte verleiht.

Die Praxis der Meditation verlangt nicht von uns, dass wir Buddhisten werden oder in Meditation versunkene oder spirituelle Menschen. Sie lädt uns lediglich dazu ein, Achtsamer zu sein,  gegenwärtiger, mitfühlender und wacher. Das ist etwas, was wir lernen können, wenn wir auf einem Meditationskissen sitzen - aber die Achtsamkeit hilft uns auch bei vielen anderen Gelegenheiten: beim Programmieren eines Computers, beim Bügeln, Gartenarbeit oder beim Spazierengehen am Meer, wenn wir dem Leben lauschen, das uns umgibt. Wach zu sein und wirklich gegenwärtig, ist tatsächlich die wesentliche Kunst in allen anderen Künsten.

                                                                                                                   (am Benediktushof)

Die sieben Säulen der Achtsamkeit

Um in die eigene Mitte zu kommen und ein liebevolles, achtsames Leben führen zu können, sollte man folgende Punkte in den Alltag integrieren:

Nicht werden. Beurteilen bzw. verurteilen Sie niemanden, denn Sie kennen die Situation der anderen nie genau.

Geduld. Haben Sie Geduld mit sich selbst und Ihren Mitmenschen und lassen Sie sich nicht von Emotionen mitreißen. Die Dinge entfalten sich in ihrem eigenen Tempo, intervenieren Sie nicht vorzeitig.

Anfänger-Geist. Bewahren Sie sich den Geist des Anfängers, das heißt, nehmen Sie die Welt um sich herum wie ein Kind wahr, also ganz unbefangen. Dadurch erschließen sich Ihnen völlig neue Dinge.

Vertrauen: Üben Sie sich in Vertrauen, denn durch Misstrauen zieht man negative Menschen und Dinge an.

Nicht nach etwas streben: Nehmen Sie sich dort wahr, wo Sie gerade sind. Es gibt keinen Ort, an den es zu gehen gilt, es gibt nichts zu tun und nichts zu bekommen. Das scheint unendlich schwer, doch dieses Innehalten und Erleben des jetzigen Moments ist in der Meditation möglich.

Annehmen: Akzeptieren Sie, was ist. Hören Sie damit auf, die Dinge und Menschen anders haben zu wollen. Das ist keine Resignation, sondern ein ruhiges Betrachten ohne Manipulation. Genau dadurch können sich die Umstände verändern.

Loslassen: Üben Sie das Loslassen. Festhalten ist leicht, loslassen erfordert Übung. Beginnen Sie mit kleinen Dingen in Ihrem täglichen Leben, zum Beispiel mit dem Aufgeben einer alten Gewohnheit, dann mit etwas Größerem. Je mehr Sie loslassen können, desto einfacher wird das Leben, denn Sie verlieren in Wirlichkeit nichts, sondern gewinnen sich selbst dabei.

  • Aktuelles

        Es gibt Zeiten, da ist bereits ein einziges Wort zu viel.

                                                                                     Willigis Jäger